Amateur

Sebastian Zbik begann 1993 mit dem Boxen beim SG Aufbau Altentreptow und wechselte später zu Landesleistungszentrum nach Schwerin wo er bei Willi und Otto Ramin sowie Karsten Röver trainierte und 2001 am Sportgymnasium Schwerin sein Abitur ablegte. Während seiner Laufbahn als Amateur bestritt er 152 Kämpfe, von denen er 130 siegreich beendete. Er war zweimaliger Deutscher Jugendmeister und 1999 Deutscher Juniorenmeister. 2002 wurde er mit einem Finalsieg über Lukas Wilaschek Deutscher Meister. Bei den Junioreneuropameisterschaften 1999 in Rijeka belegte er ebenso wie bei der Europameisterschaft der Senioren 2002 in Perm einen dritten Platz. Bei der Weltmeisterschaft 2003 in Bangkok schied er in der Vorrunde aus.

Profikarriere

Zbik begann im Juli 2004 seine Profilaufbahn bei Spotlight Boxing, sein Trainer war zunächst Fritz Sdunek, dann Artur Grigorian. Nach 26 erfolgreichen Kämpfen in den folgenden fünf Jahren gegen Aufbaugegner hatte er sich soweit in den Ranglisten der Weltverbände nach oben geboxt, dass er vom WBC-Verband für die Teilnahme an einem Interims-Weltmeisterschaftskampf gegen den Italiener Domenico Spada nominiert wurde. Zbik besiegte Spada am 11. Juli 2009 am Nürburgring nach zwölf Runden einstimmig nach Punkten und wurde Interims-Weltmeister im Mittelgewicht. Den Titel verteidigte Zbik anschließend dreimal: gegen den Italiener Emanuele Della Rosa, in einem Rückkampf gegen Spada und schließlich gegen Jorge Sebastian Heiland aus Argentinien. Am 18. Januar 2011 wurde Zbik kampflos zum WBC-Weltmeister im Mittelgewicht erklärt, da sich der argentinische Titelträger Sergio Gabriel Martínez nicht zur Titelverteidigung stellte und ihm der Titel daraufhin aberkannt wurde. Zbik verlor den Titel allerdings schon bei der ersten Titelverteidigung im Staples Center in Los Angeles gegen den in 44 Profikämpfen ungeschlagenen Mexikaner und ehemaligen WBC-Junioren-Weltmeister Julio César Chávez junior nach Punkten. Am 13. April 2012 kämpfte Zbik in Köln gegen den WBA Mittelgewichts - Superchampion Felix Sturm und verlor durch technischen Knockout nach der 9. Runde.